Ab Februar 2019 gibt es neue Stadtrad-Modelle. Dann gehören auch E-Lastenräder zur Flotte. Für die Umrüstung ist der Service allerdings den gesamten Januar nicht nutzbar. Weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs wurden am Mittwoch vorgestellt.

Am Mittwoch präsentierte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Veranstaltung „Fahrradwerkstatt“ den aktuellen Stand zum Ausbau der Radwege in Hamburg und stellte die neuen Stadträder vor, die ab Februar 2019 verfügbar seien sollen. Zur Flotte gehören dann auch Lastenräder mit E-Antrieb. Neu ist zudem die Jahresgrundgebühr von fünf Euro. Zwecks Umrüstung muss der Betrieb allerdings den gesamten Januar über pausieren. Eine Ausleihe der Räder ist dann nicht möglich.

Ansicht eines neuen Stadt-Rad-Modells mit der Bedieneinheit am Lenker. Ab Februar 2019 können die Räder an den Stationen ausgeliehen werden. Foto: Freie und Hansestadt Hamburg
Ansicht eines neuen Stadtrad-Modells mit der Bedieneinheit am Lenker. Ab Februar 2019 können die Räder an den Stationen ausgeliehen werden. Foto: Freie und Hansestadt Hamburg

Das ist neu: Das Display zur Ausleihe des Rads befindet sich am Lenker, statt bisher am Hinterrad und ist mit einem neuen Schloss ausgestattet. Dadurch soll das Rad einfacher zu bedienen und komfortabler zu nutzen sein. Von derzeit knapp 2.500 Fahrrädern wächst die Flotte künftig auf 4.500 Modelle.

Bald auch Lastenräder

Ergänzt werden die normalen Fahrräder ab kommenden Jahr durch Lastenfahrräder mit unterstützendem Elektro-Antrieb. Zunächst werden 20 dieser Räder angeboten, die Nutzer im Vorfeld reservieren können. Das Angebot kann bei Bedarf auf bis zu 70 Modelle ausgebaut werden. Auch die Anzahl der Leihstationen soll sukzessiv steigen – von heute 200 auf künftig 350.

Ab kommendem Jahr müssen Nutzer des Systems eine jährliche Grundgebühr von fünf Euro zahlen. Die erste halbe Stunde Fahrzeit bleibt kostenlos, danach kostet die Miete acht Cent pro Minute im Normaltarif.

ADFC kritisiert langsamen Ausbau der Velo-Routen

Der Hamburger Senat möchte innerhalb des nächsten Jahrzehnts erreichen, das Radfahrer 25 Prozent des Hamburger Verkehrs ausmachen. Dazu investiert die Stadt unter anderem in den Ausbau der Radwege.

Dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) in Hamburg geht der Ausbau nicht schnell genug. Der Verein möchte die 25 Prozent schon bis 2020 erreichen und fordert einen konsequenten Umbau Hamburgs zur Fahrradstadt. Der Radverkehr solle bei allen Planungen vorrangig behandelt werden.

Fahrradfahren in Hamburg: Die Zahlen

In 2018 wurden bis dato 22 Kilometer neue Radwege auf Hamburgs Straßen gebaut, weitere 19 Kilometer sind zur Zeit im Bau. Ähnlich sehen die Zahlen aus den Vorjahren aus:

  • 2017: 32 Kilometer
  • 2016: 43 Kilometer
  • 2015: 32 Kilometer

2017 lag der Radverkehrsanteil in Hamburg laut Studie Mobilität in Deutschland (MiD) bei 15 Prozent. 22 Prozent der Wege wurden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, 27 Prozent zu Fuß, die restlichen 36 Prozent gehen auf den motorisierten Individualverkehr.

Werbekampagne: Fahrrad als urbaner Lebensstil

Die Stadt investiert aktuell in große Werbekampagnen. Unter anderem soll die Hamburger Agentur Jung von Matt Sports Fahrradfahren in der Metropole Hamburg als einen urbanen Lebensstil positionieren, der positiv auf die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger einzahlt, so Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Marketing GmbH.

Das Bündnis für den Radverkehr gibt im Fortschrittsbericht 2018 einen detaillierten Überblick über den Status der verschiedenen Maßnahmen.

la/dpa

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Lennart Albrecht, Jahrgang 1991, hat Olaf Scholz schon einmal drei Monate lang fast täglich auf Schritt und Tritt verfolgt – mit dessen Einverständnis, im Rahmen eines Praktikums beim Hamburger Senat. Auch Hamburgs Herz kennt er besser als die meisten: Im Nebenjob moderiert er Bustouren durch das Hafengelände, und sogar bei einem Praktikum in Hongkong warb er schon für die Vorzüge der Hansestadt. Bei der Reederei Hamburg Süd schrieb er für das Mitarbeitermagazin und half, Messen zu organisieren. Seinen Bachelor in Media Acting und Rhetorik machte er an der Hamburger Medienakademie. Für die Dokumentation „Die Norm“ begleitete Lennart Spitzensportler auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Er selbst fährt gern Rennrad – zum Mediencampus Finkenau aber kann er von zu Hause aus zu Fuß gehen. Kürzel: la

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