Beim Bundesligaspiel am Sonntag unterlag der HSV dem SV Sandhausen. Der Hamburger Verein verpasst damit die Chance, in die erste Liga aufzusteigen.

Am letzten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga hat der Hamburger SV 5:1 gegen den SV Sandhausen verloren. Der HSV verfehlt damit den Relegationsplatz: Er bleibt auch in der Saison 2020/21 Zweitligist. „Wir haben unter einer sehr großen Anspannung gespielt“, entschuldigte HSV-Trainer Dieter Hecking (55) die Heimniederlage. „Wir konnten die Nervosität überhaupt nicht ablegen.“

Sandhausen zerschlägt den HSV-Traum vom Aufstieg

Der Sprung des Hamburger SV auf den Relegationsplatz wäre durch den 0:3-Sieg des 1. FC Heidenheim bei Arminia Bielefeld möglich gewesen. In der Relegation hätte der Nordverein gegen den Erzrivalen Werder Bremen gespielt. Dem HSV hätte ein Punkt gereicht, um auf den Relegationsplatz zu springen – ein Unentschieden gegen Sandhausen hätte genügt.  Doch: Rick van Drongelens Eigentor (13.) sowie die Treffer von Kevin Behrens (22. Minute, 84./Elfmeter), Mario Engels (89.) und Ex-HSV Spieler Dennis Diekmeier (90. +3) machten die Aufstiegshoffnungen des HSV zunichte. Das Elfmetertor von Aaron Hunt (62.) konnte daran nichts ändern.

Der HSV will nun das an Niederlagen reiche Spieljahr 2020/21 aufarbeiten: Was muss sich ändern? Welche Spieler müssen gehen? Welche sollen eingekauft werden? An Trainer  Hecking will der HSV festhalten: „Wir haben alles dazu gesagt“, sagt Hecking. Gemeinsam mit Sportvorstand Jonas Boldt hält er an einer Vertragsverlängerung fest.

Finanzielle Lage verschlechtert sich

Für den Hamburger SV wird es die dritte Zweitliga-Saison in Folge. Der Verein stieg in der Saison 2017/18 ab.

Der verpasste Aufstieg hat Konsequenzen: Die ohnehin kritische finanzielle Situation des HSV wird sich weiter verschlechtern. Einnahmen aus den Ticketverkäufen fehlen. Das Personaletat für die nächste Saison muss deswegen heruntergefahren werden. In der ersten Bundesliga hätte der HSV 20 Millionen Euro durch das Vermarkten der Fernsehübertragungsrechte einnehmen können.

maj/dpa

Beitragsbild: Pixabay

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Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj

2 KOMMENTARE

  1. […] Thioune kam 1996 als aktiver Spieler zum VfL Osnabrück und stieg 2000 in die zweite Bundesliga auf. Er arbeitete sich als U17- und U19-Trainer sowie Nachwuchskoordinator zum Chefcoach hoch. Mit Dieter Hecking hatte der HSV auch im zweiten Jahr den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga knapp am letzten Spieltag verpasst. […]

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