Eine Frau hält ein Schild mit dem Titel: Count every vote. Trumps Siegeserklärung erntet Kritik.
Trump erntet Kritik für Siegeserklärung. Foto: dpa

Das Team Biden kritisiert die vorzeitige Siegeserklärung von Donald Trump scharf. Kritik kommt auch von Republikanern und aus Deutschland.

Nach seiner vorzeitigen Siegeserklärung äußern sich Demokraten und auch Repulikaner kritisch. Vertreter*innen verschiedener Parteien in Deutschland kritisieren die Aussagen und zeigen sich besorgt.

Demokraten kritisieren Trump scharf

Jen O’Malley Dillon, Wahlkampfchefin von Joe Biden, hat Donald Trumps vorzeitige Siegeserklärung scharf kritisiert. Seine Aussagen seien empörend, beispiellos und falsch“ und ein „Versuch, den amerikanischen Bürgern ihre demokratischen Rechte wegzunehmen“.

Auch die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez hat klare Worte gefunden – Trumps Aussagen seien „illegitim, gefährlich und autoritär“.

Auch Republikaner kritisieren Siegeserklärung

Auch aus den Reihen der Republikaner kommt Kriktik. Der frühere republikanische Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sagte dem Sender ABC: „Ich stimme dem, was er heute Nacht gemacht hat, nicht zu.“ Er bezeichnet seine vorzeitige Siegeserklärung als „schlechte politische Entscheidung.“

Christie hatte sich bereits im Zuge der Corona-Krise kritisch gegenüber Donald Trump geäußert.

Twitter und Facebook markierten Trumps Posts zum selben Thema als „umstritten“ und „möglicherweise irreführend“.

Deutsche Politiker*innen zeigen sich besorgt

Vertreter*innen verschiedener Parteien in Deutschland zeigen sich besorgt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht im ZDF-Morgenmagazin von einer „explosiven Situation“. Ebenfalls im ZDF-Morgenmagazin kritisiert Gregor Gysi (Die Linke) Trumps Aussagen als „absolut unmöglich“ und „wirklich undemokratisch“.

Annalena Baerbock, Parteichefin der Grünen, pocht darauf, dass alle Stimmen ausgezählt werden. Sie fordert im Gespräch mit dem Sender NTV eine gemeinsame europäische Reaktion und ein Sondertreffen des EU-Rats.

Titelbild: David J. Phillip/AP/dpa

bem

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Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem