Hamburger Messehallen, Impfzentrum Hamburg
Im Impfzentrum Hamburg können jeden Tag bis zu 10.000 Menschen gegen Corona geimpft werden. Foto: Anna Nguyen

Am 7. Juni entfällt die Impfpriorisierung für eine Corona-Impfung in ganz Deutschland. So auch in den Hamburger Arztpraxen – das Impfzentrum Hamburg hält an der Priorisierung fest. Was Impfwillige tun können, um an einen Impftermin zu gelangen, verrät FINK.HAMBURG. 

Obwohl in Hamburg mittlerweile knapp 41 Prozent (Stand RKI: 31. Mai 2021) der Einwohner:innen ihre Corona-Erstimpfung erhalten haben, warten immer noch viele auf einen Impftermin. Die Zahl der vollständig geimpften Personen liegt bei 17 Prozent. Zu wenig Impfstoff macht es schon für die priorisierten Gruppen schwer einen Impftermin zu vereinbaren. Diese Möglichkeiten gibt es bisher, um an eine Corona-Impfung zu kommen:

Impfungen im Impfzentrum

Seit dem 31. Mai ist die ganze Priotätsgruppe 3 aufgerufen sich Impfen zu lassen. Das bedeutet, dass nun auch alle Personen über 60 Jahren und Menschen, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten, impfberechtigt sind. Wer impfberechtigt ist, kann einen Termin im Impfzentrum online oder per Telefon unter 116 117 vereinbaren.

Für eine Online-Buchung ist ein Vermittlungscode zwingend notwendig. Wer keinen Code hat, kann über den Impfterminservice den Anspruch ermitteln und einen Vermittlungscode beantragen. Personen ab 60 Jahren mit Wohnsitz in Hamburg haben zusätzlich die Möglichkeit, sich im Impfzentren Agaplepsion Diakonieklinikum, Bethesda Krankenhaus, Asklepios Klinikum Harburg, Asklepios Klinikum Nord-Heidberg oder dem Albertinen Krankenhaus in Schnelsen impfen zu lassen. Die Terminvergabe läuft ebenfalls online über den Impfterminservice oder die 116 117 ab.

Impfungen in Arztpraxen

Ab dem 07. Juni wird voraussichtlich die Impfpriorisierung in Hamburger Arztpraxen ausgesetzt. Das bedeutet, dass grundsätzlich jede:r impfberechtigt ist und sich um einen Impftermin bemühen kann. Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg hat in einem offenen Brief an die Arztpraxen geschrieben, dass die Impfdosen-Lieferung weiterhin gering sei. Es ergibt dennoch Sinn sich bei Haus- und Fachärzten zu melden und sich auf Wartelisten setzen zu lassen. Durch die vielen Anfragen ist jedoch vor allem Geduld gefragt, denn die Telefone sind oft besetzt. Auch wenn es für Impfwillige frustrierend werden kann, schadet gegenseitiges Verständnis und Freundlichkeit nicht. Die Arztpraxen geraten deutschlandweit an ihre Belastungsgrenzen.

In einigen Fällen bleiben Impfdosen in Arztpraxen übrig. Für diese könnt ihr euch bei Plattformen, wie sofort-impfen, auf die Warteliste setzen lassen. Die Plattform bringt Ärzt:innen und Impfinteressenten zusammen, um zu vermeiden, dass Impfstoff verfällt. Sobald bei Ärzt:innen in der Nähe Covid-19-Impfdosen zur Verfügung stehen, werdet ihr per Mail benachrichtigt. Derzeit arbeiten die Betreiber:innen an der Fertigstellung der Vermittlungsfunktion, um diese bald deutschlandweit freizuschalten.

Ein weiteres Portal, das Restdosen an Impfwillige vermittelt, ist die App Impf-Finder. Sehr schnell, ohne Eingabe von Telefonnummer oder Mail, werden verfügbare Impfdosen von teilnehmenden Arztpraxen angezeigt. Buchen könnt ihr Termine für eine Corona-Impfung kurzfristig am selben Tag oder bis zu drei Tage im Voraus – sofern Impfdosen vorhanden sind.

Titelbild: Anna Nguyen

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Keramik, Textilien bemalen, Blumen trocknen oder Kerzen drehen: Irgendetwas Schöpferisches muss Anna Nguyen, Jahrgang 1993, immer zu tun haben. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr lebte sie in Köthen, Sachsen-Anhalt, die ersten fünf Jahre in einem Asylbewerberheim. Mit ihren Eltern verkaufte sie auf der Straße Blumen und Zigaretten. Als Teenagerin lebte sie im Allgäu, kann aber trotzdem nicht Skifahren. Sie studierte in Würzburg und Neu-Ulm, machte einen Bachelor in Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation. Nach einem Praxissemester bei einem hiesigen Social-Media-Startup wollte sie dauerhaft nach Hamburg. Bei „Mit Vergnügen“ arbeitete sie als Redakteurin – zwischenzeitlich schrieb sie auch eine Kolumne über die Unterschiede zwischen Süd- und Norddeutschland. Besonders viel Ärger gab es, wenn es darin um Aldi Nord und Aldi Süd ging.

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