Junge Frau mit Deutschlandtrikot jubelt bei einem Public Viewing.
Gibt es für die Deutschland-Fans bei der WM wieder Grund zum Jubeln? Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die deutsche Nationalmannschaft ist in den USA gelandet. Beim 4:0-Sieg gegen Finnland blieb Deutschland souverän. Nur ein Ex-HSV-Spieler wurde gefährlich. Ist das Team bereit für die Weltmeisterschaft?

Am Sonntagabend gab es in Mainz viel zu jubeln. Das letzte WM-Testspiel vor heimischem Publikum konnte Team Deutschland souverän für sich entscheiden. Gleich viermal ertönte „Major Tom“ in der Mewa Arena. Trotzdem war der Erfolg gegen die Skandinavier aus deutscher Sicht eine Pflichtaufgabe. Ein anderes Ergebnis wäre eine unschöne Überraschung gewesen. Denn die Finnen waren bereits in der WM-Qualifikation ausgeschieden und nehmen somit gar nicht am Turnier teil.

Finnland blieb chancenlos

Auch wenn Finnland ein gutes Spiel machte, blieb das Team chancenlos. Zwölf zu null für Deutschland lautete die Torschussstatistik zum Abpfiff. Ein gutes Zeichen für die deutsche Abwehr rund um den gebürtigen Hamburger Jonathan Tah. Die beste Gelegenheit der Finnen kreierte Anssi Suhonen in der 70. Minute. Der ehemalige Spieler des Hamburger Sportvereins dribbelte vor der Strafraumkante und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Leo Walta schoss den anschließenden Freistoß allerdings in die Mauer.

Nagelsmann: „Natürlich wollen wir Weltmeister werden“

Generell ist der Druck, der auf dem DFB-Team lastet, groß. In den vergangenen beiden Weltmeisterschaften kam Deutschland nicht über die Gruppenphase hinaus. Unter anderem, weil die Mannschaft trotz Favoritenrolle gegen Länder wie Japan und Südkorea verloren hatte. Im Jahr 2026 möchte Julian Nagelsmann endlich wieder auf den Top-Plätzen landen: „Natürlich wollen wir Weltmeister werden“, hatte der Nationaltrainer nach dem EM-Aus vor zwei Jahren gesagt.

Zurück zum Spiel gegen Finnland: Die Finnen stellten sich tief in die eigene Hälfte, machten die Räume dicht. Deutschland musste sich mit viel Geduld und sauberem Passspiel seine Chancen erarbeiten. Eine halbe Stunde lang schien es kaum ein Durchkommen zu geben, bis Deniz Undav die Fans in der 34. Minute mit dem 1:0 erlöste. In der zweiten Halbzeit trafen dann Florian Wirtz (48.), nochmal Undav (57.) und Jamal Musiala (63.) zum 4:0-Endstand.

Letztes Testspiel am Samstag

Nach dem Wochenende konnte Deutschland selbstbewusst in die USA reisen. Am Samstag findet dort das letzte Testspiel vor Beginn des Turniers statt.

Juli Husmann, geboren im Juli 2003, ist nach einer berühmten Schriftstellerin benannt und tatsächlich gerne ”unter Leuten”. Sie stammt aus dem Hamburger Treppenviertel und möchte auch beruflich aufsteigen. In Lüneburg studierte sie Digital Media und Wirtschaftspsychologie, ihr eigentliches Thema aber war schon vorher klar: Juli spielt Hockey, am Wochenende steht sie gern auf der Nordtribüne des Volksparkstadions. Gearbeitet hat sie schon für Sport1, Sky und den Sportteil der Mopo, für “Dein Spiegel” entwarf sie ein WM-Quiz. Beim Streamingdienst Dyn kommentiert sie Frauen-Hockey-Bundesligaspiele. Ihre eigene Profikarriere sieht sie heute eher auf der Pressetribüne als auf dem Feld. Kürzel: hus

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