Jubel bei den 1. Frauen des FC St. Pauli
Jubel bei den 1. Frauen des FC St. Pauli nach dem Pokalsieg. Foto: FC St. Pauli

Am vergangenen Sonntag gewann die erste Frauenmannschaft des FC St. Pauli das Hamburger Pokalfinale gegen den Walddörfer SV. Mit dem Sieg qualifiziert sich die Mannschaft für die Playoffs des DFB Pokals.

Vor über 3000 Zuschauer*innen siegten die ersten Frauen des FC St. Pauli am Wochenende im Stadion Hoheluft gegen den Walddörfer SV 3:0. Damit gewannen die Mannschaft den Hamburger Lotto-Pokal. Die Kiezkickerinnen standen das vierte Mal in Folge im Pokalfinale und gewannen nach einer Niederlage im letzten Jahr zum dritten Mal den Hamburger Pokal. Damit qualifizieren sie sich auch für die Playoffs des DFB-Pokals. Seit der Saison 2025/26 sind alle Landespokalsiegerinnen automatisch bei den Playoffs vor der ersten Hauptrunde dabei.

Hohe Temperaturen, viele Trinkpausen

St. Pauli startete dominant, nach den ersten zehn Minuten wurde die Partie ausgeglichener. Trotz guter Aktionen vom Hamburger Verein Walddörfer SV schoss Annie Kingman in der 33. Minute das 1:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schoss Josefin Lutz das 2:0. Während beider Halbzeiten mussten die Spielerinnen wegen der hohen Temperaturen mehrere Trinkpausen einlegen.

Die zweite Halbzeit startete verspätet, da die Fans des Walddörfer SV Pyrotechnik zündeten. Der WSV konnte in der zweiten Halbzeit das Spiel nicht mehr drehen, denn in der 46. Minute schoss Nordhausen den FC St. Pauli zum 3:0. Danach startete der WSV noch einige gefährliche Situationen, ein Tor blieb aber aus. Am Ende feierte der FC St. Pauli seinen Sieg. 

Trainerin Koschmieder hört auf

„Wir haben uns fest vorgenommen hier als Pokalsiegerinnen vom Feld zu gehen und das ist gut aufgegangen“, sagte Trainerin Koschmieder. Für die langjährige Trainerin des FC St. Pauli war es ihr dritter und vorerst letzter Sieg, da sie ihren Posten bei der Frauenmannschaft zur nächsten Saison aufhören wird. 2024 wurde Koschmieder vom Hamburger Fußball-Verband als beste Trainerin ausgezeichnet. 

isi/mia

Luise Mia Beyer, Jahrgang 2002, liebt ihren Geburtsort St. Pauli, war aber schon viel unterwegs. Als Pfadfinderin wanderte sie quer durch Europa, mit einem Holzboot reiste sie in Indonesien von Insel zu Insel, in ständiger Angst vor einer Havarie. In Norddeutschland betreute sie Kinderschauspieler*innen auf einem Filmset und in Hamburg lieferte sie im Smart Pizza aus. Ihren Spaß am Skifahren und Surfen verband sie an der Leuphana mit Social Media: Sie produzierte Reels über Hochschulsportreisen. Nach dem Bachelor in Kulturwissenschaften machte sie ein Praktikum im Bereich Kultur- und Wissenschaftskommunikation bei Holtzbrinck Berlin. Beim Goethe-Institut in San Francisco betreute Luise die digitale Kommunikation und wohnte drei Monate im Turm der Feuerwache aus "The Princess Diaries". Jetzt, endlich, lebt sie wieder auf dem
Kiez. Kürzel: isi

Mia Wietkamp, Jahrgang 2001, hat gerne einen Plan. Dass sie nach dem Abitur nach Kanada wollte, war zum Beispiel geplant, dass sie dort ohne Vorerfahrung Kindern das Bogenschießen beibringen sollte, aber nicht. Zum Glück konnten das manche der Kinder ohnehin besser als sie. Mia hat es schon mit Lehramt, Schauspielerei und Theologie probiert, ihren Bachelor machte sie schließlich in Medien- und Kommunikationswissenschaft. Beim Campusradio in Bonn entdeckte Mia ihre Leidenschaft für den Journalismus - am meisten aber fürs Moderieren, gelegentlich auch mal vor 7000 Leuten. Wenn sie nicht gerade in einen Roman über
Hexen vertieft ist, findet man Mia am Sonntag in der Kirche.
Kürzel: mia

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