
Lurup und Osdorf werden durch die U5 an das U-Bahnnetz angebunden. Kurz nachdem Politik und Hochbahn die Pläne verkündeten, wurde öffentlich, dass der Hochbahn-Chef das Unternehmen verlassen wird.
Der Streckenverlauf der neuen U-Bahnlinie U5 von den Arenen im Volkspark bis nach Osdorf über Lurup steht fest. In Lurup soll sich der Halt am Eckhoffplatz befinden, vor dem Lurup Center am Lüttkamp. In Osdorf soll die Station am Born Center in der Straße Kroonhorst errichtet werden.
Hamburgs Oberbürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) meldeten sich gemeinsam mit U5-Geschäftsführer Klaus Uphoff am vergangenen Dienstag in einer Pressekonferenz zu Wort. Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Hochbahn, Robert Henrich, fehlte. Wenig später wurde seine sofortige Freistellung öffentlich.
Bereits 2023 verkündete die Stadt Hamburg große Pläne für die U5. Verschiedene Linienführungen wurden diskutiert. Die Wahl fiel auf eine möglichst geradlinige Strecke. „Kürzeste Strecke bedeutet im Umkehrschluss auch, dass wir geringere Baukosten und schnellere Fahrtzeiten haben” sagte U5-Geschäftsführer Uphoff.
Olympia als Voraussetzung für die U5
In Lurup werden täglich 19.000 Fahrgäste und in Osdorf 14.000 erwartet. Das Projekt soll im Jahr 2040 fertiggestellt sein, zu einem der drei möglichen Termine für Olympische Spiele in Hamburg. Verkehrssenator Anjes Tjarks sagte, dass es für den erfolgreichen Bau der U5 wichtig sei, die Förderung vom Bund zu bekommen, die mit der Olympiabewerbung einhergehe. Der Hamburger Senat hat 51 Millionen Euro für die Planung der beiden Stationen auf den Weg gebracht. Geplant wird mit dem Start der Bauarbeiten auf der Strecke nach Osdorf Anfang der 2030er-Jahre.
Hochbahnchef Henrich entlassen
Der Erste Vorstandsvorsitzende der Hochbahn, Robert Henrich, hat überraschend seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Die Hochbahn teilte mit, dass Henrich bis zum Auslaufen seines Vertrags zum Ende des Jahres freigestellt wird.
Unterschiedliche Parteien meldeten sich zu der Freistellung zu Wort. Sprecher der CDU und der Linken kritisierten die Vertragsauflösung und stellten die Kompetenz von Verkehrssenator Anjes Tjarks (Die Grünen) in Frage. Der NDR berichtete von Spannungen zwischen Tjarkes und Henrich, der erst Anfang 2024 den Vorstandsvorsitz übernommen hatte.
vip/mia/dpa





