Am gestrigen Mittwoch entschärfte der Kampfmittelräumdienst im Stadtteil Heimfeld gegen Mitternacht eine Fliegerbombe. Rund 7.000 Anwohner mussten am Abend ihre Wohnungen verlassen. 

Entwarnung in Hamburg-Heimfeld: Die amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die Arbeiter*innen bei Baggerarbeiten am Mittwochmittag in der Straße Am Milchgrund entdeckten, wurde erfolgreich entschärft. Am Abend mussten 7.000 Anwohner*innen in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.

Die Bombe sollte ursprünglich um 22 Uhr entschärft werden. Aufgrund der schwierigen Evakuierung des Gefahrenbereichs konnte der Kampfmittelräumdienst den 1.000 Pfund schweren Blindgänger kurz nach Mitternacht entschärfen.

Betroffen war auch das Asklepios Klinikum in Harburg. Zwar fand keine Evakuierung statt, jedoch pausierte ab 18 Uhr die Unfallversorgung. Der S-Bahn-Verkehr zwischen den Stationen Harburg Rathaus und Neugraben wurde zwischenzeitlich eingestellt.

Die Einsatzkräfte richteten in einem Umkreis von einem Kilometer um die Gefahrenstelle eine sogenannte Warnzone ein, in der sich Anwohner*innen während der Entschärfung nicht draußen aufhalten durften. Aus Sicherheitsgründen mussten außerdem 226 Bewohner*innen zweier Senioreneinrichtungen aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Laut Sprecher der Feuerwehr seien die Senior*innen in umliegenden Kliniken aufgenommen worden.

Ende 2018 und Anfang 2019 sind mehrere Fliegerbomben in Hamburg gefunden worden. In diesem Zeitraum wurden Bomben im Schanzenviertel sowie in Wilhemsburg und Waltershof entschärft. In Hamburg könnten nach Angaben der Feuerwehr noch circa 2.800 Blindgänger liegen, deren Beseitigung die Experten noch die nächsten 100 Jahre beschäftigen wird.

lud/dpa

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud

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