Zehn Tage Filme ohne Ende und keine Zeit zu planen? Wir haben für euch das Programm gelesen und aus 134 Filmen einen Filmtipp für jeden Tag des Filmfests Hamburg herausgesucht.  

von Sarah Böse und Marie Arnemann

Wir wissen, was du dir nächste Woche ansehen wirst, oder zumindest ansehen solltest. In Hamburg wird der rote Teppich ausgerollt, das Filmfest Hamburg ist zurück! Dort werden Debütfilme, Weltpremieren und bereits preisgekrönte Filme vom Filmfestival in Cannes und Sundance Film Festival gezeigt. Das Programm ist riesig.

Vom Leben eines Esels, über Bürgerkriege, erzählt aus der Sicht dreier Frauen, bis hin zu einem Dokumentarfilm über die Techno-Band Scooter ist alles Mögliche dabei. Aber das Programm ist nicht nur für Erwachsene. Parallel zum Filmfest Hamburg findet das „Michel Kinder und Jugend Filmfest“ statt. Dort laufen Filme für kleine Kino-Fans.

Bei 134 Filmen kann man jedoch schnell den Überblick verlieren. Damit euch das nicht passiert, behalten wir ihn für euch und stellen euch einen Film für jeden Tag des Filmfests vor. Auch für die Kleinen!

Licht aus und Popcornmaschine an: Hier kommen zehn Filmempfehlungen aus der FINK Redaktion.  

Der Eröffnungsfilm am Donnerstag, 29.09.

Das Filmfest startet mit „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ vom Regisseur Hans-Christian Schmid als Eröffnungsfilm. Er handelt von der berühmt gewordenen Entführung eines Familienvaters im Jahr 1996 in Hamburg. Im Fokus steht der Sohn des Entführten: Johann. Es geht um die Angst die er empfindet, die Sorge um seinen Vater und die Ungewissheit, die ihn 33 Tage begleitet. In seinem Zuhause ziehen plötzlich Polizisten ein und es finden Geldübergaben statt. Zudem erreichen Johann Briefe seines Vaters.

Das Drama basiert auf dem autobiografischen Roman von Johann Scheerer, welcher darin über die Entführung seines Vaters, Jan Phillipp Reemtsma, 1996 schreibt.

Zu sehen ist der Film am Donnerstag, dem 29.09.2022 um 19:30 Uhr im Cinemaxx Dammtor, Saal 1. Freigegeben ab 12 Jahren.

Dokumentarisch nach Neu-Delhi am Freitag, dem 30.09.

In der Sektion „Asia Express“ wird der Dokumentarfilm „All that breathes“ gezeigt. Porträtiert werden darin zwei Brüder in Neu-Delhi, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Raubvögel der Stadt zu retten und ein provisorisches Vogelkrankenhaus gegründet haben.

Auf ihrem Weg durch eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt begleitet die Kamera die Brüder Nadeem und Saud. Der Zuschauer taucht in die unterschiedlichen Lebenswelten am Boden der Stadt ein, bis sich die Kamera zum Himmel richtet und der Fokus sich auf die Vögel richtet. Mit Blick auf die politische Situation von Minderheiten zeigt Regisseur Shaunak Sen in beeindruckenden Bildern die Bewohner einer Stadt, in der das Leben durch Umweltverschmutzung und Aufstände bedroht ist.

Als bester Dokumentarfilm wurde „All that breathes“ dieses Jahr bereits auf dem Cannes Film Festival, dem „Sundance Film Festival“ sowie dem „Hong Kong International Film Festival“ ausgezeichnet. Der Film läuft in der Originalfassung in Hindi mit englischem Untertitel.

Der Film läuft am Freitag, dem 30.09.2022 um 15:30 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Erneut wird der Film am 07.10.2022 um 15:30 Uhr ebenfalls im Cinemaxx Dammtor laufen.

Auf einer einsamen Insel am Samstag, 01.10.

Am Samstag empfehlen wir eine experimentelle Reise auf eine malaiische Insel. In „Stone Turtle“ folgen wir der Frau Zahara, die mit ihrer Nichte aus Indonesien flieht, nachdem ihre Eltern ihre Schwester im Namen der Familienehre umgebracht haben. Die beiden landen auf einer geheimnisvollen Insel in Malaysia. Als Migrantin steht sie vor mehreren Problemen im neuen Land, auf der Insel aber findet sie jedoch eine Gemeinschaft von Frauen, die ihr neues Zuhause wird. Eines Tages taucht ein Mann auf der Insel auf, der vorgibt Schildkröten zu retten. Oder ist das nur ein Vorwand?

Der Film ist ein Mix verschiedener Genres, eine Realverfilmung kombiniert mit Animationen und malaiischer Folklore. Auf dem „Locarno Film Festival“ 2022 in der Schweiz gewann er den „FIPRESCI Prize“ und ist der erste Film aus Malaysia, der dort in einer Hauptkategorie gezeigt wurde. Der Thriller wird in den Originalsprachen Indonesisch, Malaiisch und Mandarin, mit englischem Untertitel gezeigt.

Die Vorstellung findet am Samstag den 01.10.2022 um 16:30 Uhr im Cinemaxx Dammtor statt.  Erneut wird er am 03.10.2022 um 18:30 Uhr im Studio gezeigt. Der Film ist für Jugendliche geeignet, für Kinder eher nicht.

Für die Kleinen am Samstag: Pinke Haare und Feenstaub

Für die Kleinen geht es in die Welt der außergewöhnlichen Freundschaften. In „Meine Chaosfee und ich“ geht es um die vorlaute Fee Violetta. Violetta hat pinke Haare, ist sehr neugierig und schon 337 Jahre alt. Zaubern kann sie auch, leider aber immer nur das Falsche. Nachdem sie durch die Zahnfeeprüfung fällt, gerät sie in die Welt der Menschen. Dort trifft sie auf die 12-jährige Maxie, die gerade in die Stadt gezogen ist und ihr altes Leben auf dem Land vermisst. Violetta und Maxie werden auf dem Weg, gemeinsam ihren Platz in der Welt zu finden, unzertrennliche Freunde.

Der Animationsfilm aus Luxemburg wird im Original auf Deutsch gezeigt. Die Fee Violetta wird von Jella Haase („Fack ju Goethe“) gesprochen, ihre Freundin Maxie von Lisa-Marie Koroll („Bibi und Tina“).

Gezeigt wird „Meine Chaosfee und ich“ am Samstag den 01.10.2022 um 13:00 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Der Film ist für Kinder jeden Alters freigegeben.

Generationen und Fantasy am Sonntag, 02.10.

Lasst euch am Sonntag in eine leuchtende Farbwelt entführen, mit dem Animationsfilm „Nayola“. Darin werden die Geschichten dreier Frauen erzählt, die in Angola zu Zeiten des Bürgerkrieges leben, der von 1975 bis 2002 andauerte. Die Frau Nayola sucht ihren Mann, der im Krieg verschwunden ist. Um nach ihm suchen zu können, gibt sie ihre Tochter Yara zu ihrer Mutter Lelena. Dann stürzt sie sich in den Konflikt. Yara wächst zu einem rebellischen Teenager heran und vertreibt eigene Rap-Tracks im Großstadtleben Luandas. In Angola herrscht jetzt ein Frieden, der von der Unterdrückung jeglicher Opposition getrübt wird. Die junge Frau Yara widersetzt sich.

Der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Angola begann vor der Unabhängigkeit des afrikanischen Landes von der Kolonialmacht Portugal. Zeitweise galt er als Stellvertreterkrieg zwischen den Westmächten und dem Ostblock. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Mutter, der Großmutter und ihrer Enkelin, in einem gezeichneten Animationsstil.

Zu sehen ist der Film am Sonntag, dem 02.10.2022 um 20:15 Uhr im Studio Kino. Er ist für ältere Teenager geeignet, für Kinder aber eher nicht.

Männer mit Bindungsproblemen am Montag, 03.10.

Für einen seichten Wochenstart am Montag empfehlen wir euch herzerwärmende und witzige Unterhaltung: Die LGBTQ+-RomCom „Bros“ aus den USA. Bobby ist überzeugter Single und arbeitet im nationalen LGBTQIA+-Museum. Selbst Teil der Szene, kennt er sich mit den vorherrschenden Strukturen und stereotypen Charakteren aus. Auch deshalb bleibt er lieber ungebunden – bis er in einem Club Aaron kennenlernt. Der muskulöse Anwalt, der ebenfalls mit Bindungsproblemen zu kämpfen hat, ist das exakte Gegenteil von Bobby. Trotzdem versuchen die beiden Männer eine Beziehung einzugehen.

Die mehrheitlich der LGBTQ+-Szene angehörigen Rollen in „Bros“ wurden mit einem ebenfalls fast ausschließlich der Szene angehörigen Cast besetzt. Auf dem Filmfest wird der Spielfilm des Londoner Regisseur Nicholas Stoller in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Ihr schafft es nicht, euch diesen Film während des Filmfestes anzuschauen? Kein Problem. „Bros“ hat in Deutschland offiziellen Kinostart am 27.10.2022.

„Bros“ läuft am Montag, den 03.10.22 18:00 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Freigegeben ab 12 Jahren.

Mega-Churches und Designerklamotten am Dienstag, 04.10.

Am Dienstag wird es sarkastisch, mit „Honk for Jesus. Save your Soul“. Lee-Curtis Childs ist Pastor einer „Southern Baptist Mega Church“, prominent, hat viel Geld und eine Gemeinschaft von fast 10.000 Kirchbesucher*innen. Seine Frau, First Lady Trinitie, hilft ihm dabei, die Kirche zu führen. Dann wird dem Pastor vorgeworfen, Beziehungen zu jungen Männern zu unterhalten, obwohl er gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen predigt. Die Kirche gerät in die Kritik und verliert viel Geld. Ein Jahr später engagieren der Pastor und seine First-Lady eine Dokumentarfilm-Crew, um ihren erneuten Weg nach oben zu dokumentieren und zu zeigen, dass sie normale, anständige Menschen sind – in Designerklamotten und mit einem großen Springbrunnen in ihrer Kirche.

Die satirische Komödie nimmt die Skandale der baptistischen Megakirchen der Südstaaten der USA aufs Korn. In den Hauptrollen sind Regina Hall und Sterling K. Brown zu sehen, produziert wurde der Film unter anderem von Jordan Peele. Drehbuchautorin und Regisseurin ist Adamma Ebo.

Zu sehen ist der Film am Dienstag den 04.10.2022 um 21:30 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Eine FSK ist nicht festgelegt.

Und für die Kleinen: ein Sommer in Kroatien

Beim Michel-Filmfest läuft am Dienstag „Der Sommer, in dem ich fliegen lernte“. In den Ferien wollte Sofija eigentlich campen gehen, mit ihrer besten Freundin und ihrem heimlichen Schwarm. Nun muss sie ihre Ferien bei ihrer Oma und Tante in Kroatien verbringen – Oma ist streng und ihre Tante schrullig. Sie wollte in diesen Ferien eigentlich ihren ersten Kuss erleben, nun befürchtet sie endlose Langeweile. Dann gerät sie auf die Fährte eines lang gehüteten Familiengeheimnisses. Sie lernt neue Mietglieder ihrer Familie kennen, von denen sie nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Langweiliger Sommer wird der Sommer am Ende ganz und gar nicht.

Der Film wurde in Serbien, Bulgarien, Kroatien und der Slowakei produziert. Gezeigt wird der Film in seinen Originalsprachen Kroatisch und Serbisch mit deutscher Einsprache.

„Der Sommer, in dem ich fliegen lernte“ läuft am Dienstag, den 04.10.2022, um 13:00 Uhr im Abaton. Empfohlen für Kinder ab 9 Jahren.

Die besondere Verbindung zweier Brüder am Mittwoch, 05.10.

Am Mittwoch könnt ihr euch zurück in den Sommer entführen lassen, vom französischen Coming-of-Age-Spielfilm „Summer Scars“. Die Brüder Noé und Tony verbringen ihre Sommer an der französischen Atlantikküste mit riskanten Spielen, bis sich ein tragischer Unfall ereignet. Zehn Jahre später kehren die Brüder in das Haus ihrer Kindheit zurück und treffen auf ihre Freundin Cassandre – die Einzige, die ihr Geheimnis kennt – und der frühere Wettkampf um Cassandres Liebe beginnt von Neuem. Ein Film über die besondere Verbindung zweier Brüder, die ein gemeinsames Trauma verbindet.

Der Film von Regisseur Simon Rieth wird auf dem Filmfest in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Der Originaltitel des Films lautet „Nos Cérémonies“. Wer am Mittwoch keine Zeit findet, hat am Samstag eine weitere Chance die zweite Vorstellung im Passage Kino zu besuchen.

„Summer Scars“ läuft am Mittwoch, den 05.10.2022 um 21:45 Uhr im Abaton. Für Kinder nicht zu empfehlen.

Drachen im Mund am Donnerstag, 06.10.

Am Donnerstag tauchen wir mit „Blaze“ in die Fantasie- und Gefühlswelt eines Mädchens ein. Blaze, so der Name des Mädchens, ist behütet bei ihrem Vater Luke aufgewachsen und lebt in ihrer eigenen heilen Welt. Nachdem sie Zeugin eines brutalen Verbrechens auf der Straße wird, versucht sie das Gesehene zu verstehen und zu verarbeiten. Ihr Vater versucht ihr zu helfen, schickt sie zu Ärzt*innen, Therapeut*innen und Anwält*innen. Blaze aber zieht sich in ihre eigene Fantasiewelt zurück und nimmt den Zuschauer gleich mit.

In einer Mischung aus Realfilm, Puppenspiel und Animation wird die Gefühlswelt von Blaze dargestellt. Zum Beispiel in Form eines kleinen Drachen, der in ihrem offenen Mund sitzt und Feuer speit. „Blaze“ ist das Spielfilmdebüt der australischen Regisseurin und Künstlerin Del Kathryn Barton. In der Rolle des Vaters Luke ist Simon Baker („The Mentalist“) zu sehen. Der Film wird in seiner Originalsprache Englisch und ohne Untertitel gezeigt.

Der Film läuft am Donnerstag den 06.10.2022 um 18:30 Uhr im Passage Kino, vorab läuft er bereits am 03.10.2022 um 20:45 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Nicht für Kinder geeignet.

Ein Duo das man kennt am Freitag, 07.10.

Der Freitag wird irisch mit „The Banshees of Inisherin“. In der Tragikomödie leiden Colin Farrell und Brendan Gleeson unter dem Ende ihrer Freundschaft. Pádraic und Colm Leben in Irland im Jahr 1923, auf der abgelegenen Insel Inisherin. Ihr Leben lang sind sie beste Freunde, bis Colm vom einen auf den anderen Tag beschließt, die Beziehung zu beenden. Pádraic versteht Colms plötzlichen Sinneswandel nicht und will ihre Freundschaft retten, doch Colm ist fest entschlossen und greift zu drastischen Mitteln, um Pádraic seinen Standpunkt klarzumachen.

Auf dem Filmfest könnt ihr euch „The Banshees of Inisherin“ in englischem Originalton und deutschen Untertiteln ansehen, samt dickem irischem Akzent. Regie sowie Drehbuch des Films stammen von Martin McDonagh. Colin Farrell und Brendan Gleeson als Duo kennt man übrigens bereits aus dem Film „Brügge sehen … und sterben?“ aus dem Jahr 2008.

„The Banshees of Inisherin“ läuft am Freitag, den 07.10.2022 um 21:00 Uhr im Cinemaxx Dammtor. Eine FSK liegt noch nicht vor.

An die Grenze des Iran am Samstag, 08.10.

Am Samstag geht es in den Iran mit dem Film „No Bears“ vom Regisseur Jafar Panahi. Es werden parallel zwei Liebesgeschichten erzählt. Die Liebenden müssen sich unvermeidlichen Hindernissen stellen.

Panahi stellt sich selbst dar, als Regisseur. Der Film spielt in einem iranischen Dorf an der Grenze zur Türkei. Dort wird – auf türkischer Seite – ein Film gedreht, den Panahi aus der Ferne anzuleiten versucht. Jede Nacht wird ihm das abgedrehte Filmmaterial von seinem Regieassistenten an die Grenze gebracht. Sie wollen die Geschichte eines Paares erzählen, das sich gefälschte Pässe besorgen möchte, um nach Frankreich zu fliehen. Panahi mischt sich jedoch gleichzeitig und unwissentlich in die Politik des Dorfes ein, in dem er sich aufhält. Der Ältestenrat des Dorfes wirft Panahi nach einiger Zeit vor, ein Foto in dem Dorf geschossen zu haben. Ein Foto von einem einheimischen Paar, das eine verbotene Beziehung führt. Panahi gibt an ein, solches Foto nicht gemacht zu haben. Die Situation eskaliert, und für den Regisseur ergeben sich schlimme Konsequenzen.

Jafar Panahis Filme sind preisgekrönt und liefen schon mehrfach beim Hamburger Filmfest. Er selbst wurde 2018 mit dem Douglas Sirk Preis ausgezeichnet. Doch seit Juli 2022, noch vor der Uraufführung von „No Bears“, sitzt Panahi selbst eine sechsjährige Haftstrafe wegen „Propaganda gegen das Regime“ im Evin-Gefängnis in Teheran ab. Er gilt als einer der wichtigsten Filmschaffenden des Iran. Die meisten seiner Filme sind wegen Regimekritik in seinem Heimatland verboten.

Der Film wird am 08.10.2022 um 20:00 Uhr im Cinemaxx Dammtor gezeigt. Vorab läuft der Film bereits am 03.10.2022 um 15:00 Uhr ebenfalls im Cinemaxx Dammtor. Eine FSK wurde nicht festgelegt.

So kommt ihr in die Kinosäle

Euch haben ein oder sogar mehrere Filme überzeugt? Die Tickets bekommt ihr online auf der Website des Filmfest Hamburg oder vor Ort an den Kinokassen. Die FINK.HAMBURG-Redaktion wünscht euch viel Spaß beim Filmfest Hamburg!

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Damit Marie Arnemann, Jahrgang 1994, ihre Reisen nach Thailand, Kambodscha und Indien finanzieren konnte, testete sie wöchentlich 600.000 Sprungfedern auf ihre Funktionsfähigkeit. Mit einer Yoga-Ausbildung in der Tasche kehrte die Hamburgerin zurück und begann Medieninformatik mit Schwerpunkt Film in Flensburg zu studieren. Für die Pressestelle der Hochschule drehte sie Werbeclips und produzierte eine monatliche Talkshow, bei der auch die Bürgermeisterin zu Gast war. Während ihres Studiums drehte Marie am liebsten Kurzfilme. Mit einem zum Thema Plattdeutsch gewann sie bei den Flensburger Kurzfilmtagen sogar den dritten Platz – obwohl sie kein Plattdeutsch spricht. Zurück in Hamburg wagt sie nun den Sprung von der Filmemacherin zur Video-Journalistin. Kürzel: Ari