Sternfahrt 2026: Hamburg demonstriert auf dem Rad

Bundesweite Aktion für Fahrradinfrastruktur

Viele Menschen fahren im Zuge der Sternfahrt 2025 mit dem Fahrrad über die Köhlbrandbrücke.
Sternfahrt 2025. Foto: Malte Hübner @luehnedrohne

Am Sonntag nehmen tausende Menschen aus Hamburg und Umgebung an der Fahrradsternfahrt teil. Sie demonstrieren für eine bessere Fahrradinfrastruktur. Bundesweit finden 13 Sternfahrten statt. 

Am kommenden Sonntag können Radfahrer*innen bei der 31. Hamburger Fahrradsternfahrt teilnehmen. Die Fahrt wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und Mobil ohne Auto e.V. veranstaltet. Laut Veranstalter führt die Fahrraddemonstration von über 60 Startpunkten im norddeutschen Raum – darunter Itzehoe und Lüneburg – bis in die Hamburger Innenstadt. Gefordert werden unter anderem Tempo 30 innerorts und eine für den motorisierten Individualverkehr gesperrte Innenstadt im Ring 1.

Routen der Sternfahrt  

Das Highlight der Sternfahrt ist die Fahrt über die Köhlbrandbrücke. „Man hat nur einmal im Jahr die Möglichkeit mit dem Fahrrad über die Köhlbrandbrücke zu fahren”, sagt Cajus Pruin, Vorsitzender des ADFC Hamburg. Wer über die Köhlbrandbrücke fahren möchte, sollte spätestens um 13 Uhr beim Startpunkt Finkenwerder sein, sagt Pruin. Die Route führt über gesperrte Hauptverkehrsstraßen und südlich der Elbe auch über ein Stück der Autobahn 255. Die Polizei begleitet die Fahrten.

Treffpunkt aller Radfahrer*innen ist der Jungfernstieg um 15 Uhr. Von dort beginnt der gemeinsame Endspurt über die Lombardsbrücke. Es werden laut Pruin zwischen zehn- bis zwölftausend Teilnehmer*innen erwartet. 

Hunderte Fahrradfahrer*innen fahren über eine Brücke in Hamburg.
Tausende Fahrradfahrer*innen werden am kommenden Sonntag an der Sternfahrt teilnehmen. Foto: Malte Hübner @luehnedrohne

Bundesweites Radeln

Die Fahrraddemonstration ist eine von 13 Sternfahrten, die bundesweit unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad“ vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisiert werden. Das bundesweite Event setzt sich für einen konsequenten Ausbau der Fahrradinfrastruktur ein. Der Name „Sternfahrt“ ergibt sich aus der Route – denn die Radfahrer*innen starten aus verschiedenen Himmelsrichtungen und fahren sternförmig zum zentralen Treffpunkt am Jungfernstieg. Eine Liste der Startpunkte und die genaue Route sind auf der Website des Veranstalters. Die Teilnahme ist kostenlos. 

leo/hej/dpa

Kaum jemand geht dreimal am Tag ins Kino, doch Hendrik Joachim, geboren 1999 im Sauerland, schafft das mit links. Er liebt politische Filme, schreibt Rezensionen und schwärmt noch immer von seinem Job in einem Berliner Kino. Sein Lieblingsfilm ist eine britische Rom-Com, die niemand kennt. Beim Uni-Radio in Lüneburg berichtete er, parallel zum Studium der Kulturwissenschaften, über geraubte Kunst aus ehemaligen Kolonien. Beim RBB machte er einen Beitrag über ein polnisches Filmfestival, beim Deutschlandfunk Kultur über eine Disney-Animationsserie mit Produktionen aus afrikanischen Ländern. Auf seiner Watchlist steht jetzt erst einmal Kino aus Hamburg: alle Filme von Fatih Akin.
Kürzel: hej

Lisann Marie Leopold, geboren 2001 in Hamburg, wäre am liebsten die neue Stimme des HVV: „Ich hab richtig Lust zu sagen: nächste Haltestelle Landungsbrücken.“ Ihre Affinität zur Sprache konnte sie schon beim NDR in Lüneburg zeigen. An der Leuphana lernte sie im Studium der Kulturwissenschaften, gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen. Zum Beispiel, ob Männer bei Instagram lernen können, feministisch zu denken (eher nein). Für FINK schaut Lisann da hin, wo Journalismus oft nicht hinsieht: in die Lebensrealität von Menschen, die etwa von Armut oder Rassismus betroffen sind. Lernen will sie außerdem, Videoreportagen zu vertonen - und so schön zu sprechen wie die Stimme der U-Bahn. Kürzel: leo

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