Eine U-Bahn fährt durch Hamburg.
Eine U-Bahn fährt durch Hamburg. Foto: iphotoklick/pixabay

Wer im Herbst in Hamburg mit Bus, Bahn oder Auto unterwegs ist, muss mehr Zeit einplanen: Auf mehreren S- und U-Bahn-Strecken fallen Züge aus. Auch auf den Straßen sorgen Baustellen für Einschränkungen.

In Hamburg stehen vom 17. Oktober bis 27. November umfangreiche Bauarbeiten an. Bereits am Samstag, den 17. Oktober, beginnen die ersten Sperrungen im S-Bahn-Netz. Besonders betroffen sind Fahrgäste im Osten und Westen der Stadt sowie der U3 in der Innenstadt. Teilweise müssen Fahrgäste mit bis zu 20 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. Auch der Straßenverkehr ist rund um die Sternbrücke eingeschränkt.

U3-Strecke zwischen St. Pauli und Rathaus gesperrt

Von Montag, 19. Oktober, ab Betriebsbeginn bis Donnerstag, 29. Oktober, bis Betriebsschluss fahren auf der U3-Linie zwischen St. Pauli und Rathaus keine U-Bahnen. Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten im Gleisbereich. Unter anderem sollen Schwellen und Schienen der historischen U-Bahn erneuert werden. Fahrgäste sollen laut Hochbahn auf andere Schnellbahn- und Buslinien auszuweichen. Die MetroBus-Linie 17 wird laut Angaben der Hochbahn umgeleitet und fährt alle gesperrten Haltestellen an. 

U3-Sperrung zwischen Berliner Tor und Barmbek

Auch auf dem U3-Abschnitt zwischen Berliner Tor und Barmbek modernisiert die Hochbahn die Infrastruktur der Strecke. Vom 2. bis zum 27. November ist die U3 montags bis freitags zwischen Berliner Tor und Barmbek gesperrt. Die Sperrungen beginnen montags mit Betriebsbeginn und enden in der Nacht von Freitag auf Samstag um 1 Uhr. An den Wochenenden fährt die U-Bahn regulär. 

Zwischen Barmbek und Berliner Tor können Fahrgäste wochentags alternativ die S1 nutzen. Laut Hochbahn wird ein Ersatzverkehr mit Bussen entlang der gesperrten U3-Linie eingerichtet. Zudem müsse der Aufzug an der U3-Haltestelle Hamburger Straße aufgrund der Bauarbeiten vom 2. bis 27. November außer Betrieb genommen werden. Fahrgäste, die einen Fahrstuhl benötigen, können die Buslinie 261 zwischen Barmbek und Hamburger Straße nutzen. Außerhalb der Betriebszeiten der Buslinie 261 steht am Wochenende ein Taxiservice zur Verfügung. 

Zudem ist der Ersatzbus-Verkehr teils eingeschränkt. Vom 20. November ab 21 Uhr bis zum 27. November kann die U-Bahn Haltestelle Berliner Tor laut Hochbahn aufgrund von Straßenbauarbeiten nicht angefahren werden. Fahrgäste erreichen die Innenstadt, indem sie zwischen Ersatzverkehr und U1 an der Haltestelle Lübecker Straße umsteigen. In diesem Zeitraum fahren die Ersatzbusse bis zur Haltestelle U Burgstraße weiter. Fahrgäste können dort in die U2 und U4 umsteigen und bis zur Haltestelle Berliner Tor fahren. 

S-Bahn: Ausfälle zwischen Bergedorf und Berliner Tor

Ab Samstag, den 17. Oktober fahren zwischen der Haltestelle Bergedorf und Berliner Tor keine S-Bahnen mehr: Die Deutsche Bahn erneuert auf dem Abschnitt Gleise und Schwellen. Die Sperrung dauert bis einschließlich 1. November.

Währenddessen entfällt die Linie S2 vollständig. Die S7 fährt nur noch zwischen Bergedorf und Aumühle im 30-Minuten-Takt. Für die gesperrte Strecke werden drei Ersatzbuslinien eingerichtet. Neben einem Bus, der alle betroffenen Haltestellen anfährt, gibt es Direktverbindungen zwischen Berliner Tor und Bergedorf sowie zwischen Berliner Tor und Nettelnburg/Allermöhe. Alternativ können Fahrgäste zwischen Bergedorf und Hauptbahnhof den Regionalexpress RE1 nutzen. 

Auch im Westen Hamburgs gibt es Einschränkungen: Von Freitag, den 23. Oktober ab 20 Uhr bis Betriebsende am Sonntag, 25. Oktober, wird die S1 zwischen Altona und Wedel gesperrt. Ersatzbusse fahren unter anderem nach Sülldorf, Wedel und über Teufelsbrück nach Blankenese. Laut Deutscher Bahn können sich die Fahrzeiten um bis zu 20 Minuten verlängern.

Straßenverkehr: Max-Brauer-Allee bleibt Baustelle

Wer wegen der Bahnausfälle auf das Auto ausweichen möchte, muss ebenfalls mit Einschränkungen rechnen: Nach Asphaltierungsarbeiten aufgrund des Transports der Sternbrücke Ende Juli ist die Max-Brauer-Allee weiterhin nicht befahrbar. Die Fahrbahn soll nun bis zum 30. Oktober gesperrt sein. Zuvor war von einem Ende der Sperrung bis zum 20. Oktober die Rede.

leo/pal

Lisann Marie Leopold, geboren 2001 in Hamburg, wäre am liebsten die neue Stimme des HVV: „Ich hab richtig Lust zu sagen: nächste Haltestelle Landungsbrücken.“ Ihre Affinität zur Sprache konnte sie schon beim NDR in Lüneburg zeigen. An der Leuphana lernte sie im Studium der Kulturwissenschaften, gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen. Zum Beispiel, ob Männer bei Instagram lernen können, feministisch zu denken (eher nein). Für FINK schaut Lisann da hin, wo Journalismus oft nicht hinsieht: in die Lebensrealität von Menschen, die etwa von Armut oder Rassismus betroffen sind. Lernen will sie außerdem, Videoreportagen zu vertonen - und so schön zu sprechen wie die Stimme der U-Bahn. Kürzel: leo

Patricia Schnoor, geboren 2002 in Hamburg, war als Kind entweder beim Karate oder Reiten, liebt Horrorfilme und hat als Teenie alle Wände ihres Zimmers bemalt. Ursprünglich wollte sie Ärztin werden, doch dann kam BookTok dazwischen. Nach dem Abi begann sie dort Illustrationen und Buch-Reviews zu veröffentlichen. Keine zwei Jahre später bekam sie Illustrations-Aufträge von den Big Five der Publishing-Häuser sowie aus neun Ländern, darunter Malaysia und die USA. Parallel hat sie Medienwissenschaft mit dem Nebenfach Kommunikation und Journalistik an der Universität Hamburg studiert. In ihrer Bachelorarbeit widmete Patricia sich ihrer Leidenschaft BookTok auch wissenschaftlich. Karate macht sie heute nicht mehr, dafür haut jetzt ihre Berichterstattung um.
Kürzel: pal

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