Tennisplatz Hamburg Open 2026
Die “Hamburg Tennis Open” machen den Aufschlag für die Olympia-Debatte. Foto: Tabea Hofman

Während am Rothenbaum internationales Spitzentennis gespielt wird, rückt rund um die Hamburg Open die Olympia-Debatte in den Fokus. Ist das auch beim großen Tennisturnier spürbar?

Mitte Mai kamen am Hamburger Rothenbaum rund 75.000 Besucher*innen zu den Hamburg Open zusammen. Während auf dem Center Court internationales Spitzentennis gespielt wurde, bot das Turnier einen Rahmen für Gespräche rund um die aktuelle Olympia-Debatte in Hamburg. Die Hamburg Open gehören zu den ältesten und traditionsreichsten Tennisturnieren der Welt. Seit 1911 wird am Rothenbaum gespielt.

Ursprünglich als Internationale Deutsche Meisterschaften bekannt, ist das Turnier heute die zweithöchste Kategorie nach den Grand Slams. Besonders in den 1980er- und 1990er-Jahren prägten Stars wie Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich das Turniergeschehen. Zuletzt war auch Alexander Zverev am Rothenbaum zu Gast.

150 Helfer*innen – mehr als früher

Fynn Fröhnert ist beim Turnierveranstalter Tennium für die Koordination der Volunteers verantwortlich. Insgesamt betreut er rund 150 freiwillige Helfer*innen. In diesem Jahr deutlich mehr als im Vorjahr. Die Planung begann bereits im Februar. Die Volunteers arbeiten in acht bis neun Bereichen, darunter Kommunikation, Social Media, Logistik und an verschiedenen Stationen im Stadion. Studierende sind zm ersten Mal dabei, aber auch langjährige Helfer*innen. Einige sammeln erste Erfahrungen im Event- und Sportmanagement.

Zwischen Center Court und Nebenplätzen entstand ein Turnieralltag, der für viele Besucher*innen über reinen Spitzensport hinausgeht. Ein Ehepaar beschreibt die Atmosphäre als „familiär“. Man könne sich gut orientieren. Und die Stimmung sei immer gut.

Sprechen über Olympia am Spielfeldrand

Die Diskussion um eine mögliche Olympia-Bewerbung Hamburgs war auch bei den Hamburg Open präsent, blieb jedoch im Hintergrund des sportlichen Geschehens. Turnierorganisator Fynn Fröhnert verweist auf mögliche Chancen durch Olympia – etwa bei Infrastruktur oder langfristigen Impulsen für den Nachwuchs- und Breitensport. Gleichzeitig betont er die hohen organisatorischen Anforderungen, insbesondere in den Bereichen Logistik, Produktion und Kommunikation

Die aktuelle Debatte zeige, wie emotional das Thema in Hamburg diskutiert wird, sondern auch, wie eng Chancen und Herausforderungen bei einer möglichen Olympiabewerbung miteinander verbunden sind, so Fröhnert.

Das Turnier am Rothenbaum gewann der 22-jährige Peruaner Ignacio Buse. Er setzte sich in einem hochklassigen Finale mit 7:6 (6), 4:6, 6:3 gegen die Nummer 26 der Weltrangliste durch, den US-Amerikaner Tommy Paul.

bea

Immer neue Food-Culture kennenlernen, mit einer Freundin ein Unternehmen gründen, einmal das Spiegel-Gebäude von innen sehen – das sind nur einige von Tabea Hofmanns Zielen. Sie wurde 2001 in Stuttgart geboren, zog von dort nach München und studierte im Bachelor “Fotodesign”. Zeitgleich arbeitete sie beim BR für die Sendung “Lebenslinien” und fotografierte dafür etwa eine Holocaust-Überlebende. Bei Leica war sie für ein Praktikum in der Art Direktion. Heute arbeitet sie bei Next Media Hamburg und ist selbstständige Fotografin. Von ihrem ersten Gehalt kaufte sie sich ein Rennrad und fuhr damit um den Starnberger See. In Bayern rannte Tabea Berge hoch, von Hamburg aus arbeitet sie an ihrem nächsten Ziel: einen Watt-Marathon vor Cuxhaven laufen.
Kürzel: bea

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here