Yoga-Gipfel G20 Hamburg
Der Yoga-Gipfel auf der Kennedy-Brücke. Foto: Laura Lagershausen

Um sieben Uhr morgens trafen sich am Donnerstag über 600 Menschen an der Alster, um mit dem Yoga-Gipfel ein friedliches Zeichen gegen die Politik der G20 zu setzen.

Im Schneidersitz verharrt eine Gruppe von Menschen auf ihren Yogamatten – sie atmen ein und aus, lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. So friedlich kann Protest aussehen. Unter dem Titel #bridgestohumanity setzten die Teilnehmer des Yoga-Gipfels ein Zeichen für Diversität, Respekt und Angstfreiheit. Von sieben bis acht Uhr morgens versammelten sich nach Angabe der Veranstalter über 600 Menschen auf der Kennedybrücke zwischen Binnen- und Außenalster, zum gemeinsamen Sonnengruß.

Das Ziel der Aktion: Eine Einheit zu symbolisieren. Mit gelber Kleidung am Körper oder Turbanen auf dem Kopf zeigten die Yogis ihre Verbundenheit zueinander. In der Stunde wurden drei unterschiedliche Yoga-Traditionen kombiniert.

„Streckt die Arme zu den Botschaften und sendet gute Wünsche“

„Wir möchten inmitten der Stadt eine Friedenszone schaffen“, erklärt Yoga-Lehrerin Heike Dittmers (43), die einen Teil der Kurse auf der Kennedy-Brücke geleitet hat. Während der Stunde war der G20-Gipfel auch inhaltlich Thema: Die Yoga-Lehrerinnen riefen die Teilnehmer dazu auf, ihre Arme auszustrecken und gute Wünsche zu den Botschaften zu schicken.

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Talika Öztürk, Jahrgang 1995, hasst nichts mehr als Käse, außer Rassismus - und der ist ja auch Käse. Snapchat steht bei der Berlinerin irgendwo kurz vor gutem Essen und Trinken. Sie liebt (viele!) Sneaker, gute Laune und Lakritz. Den Bachelor in Publizistik und Politik im Gepäck, sammelte Talika berufliche Erfahrung in einer Werbeagentur und im Theater. Ansonsten setzt die Älteste von drei Schwestern ihre journalistischen Schwerpunkte in den Bereichen Kultur und Politik. Die ersten vier Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Istanbul, aber ihr Türkisch ist etwas eingerostet.
Bei gutem Wetter findet man Laura Lagershausen, Jahrgang 1990, am Elbstrand, bei schlechtem in einem gemütlichen Café im Eppendorfer Weg. Die studierte Modejournalistin schreibt als freie Redakteurin unter anderem für Kundenmagazine bekannter Modemarken, auf ihrem eigenen Blog stellt sie die Hotspots der Hansestadt und aktuelle Lifestyle-Trends vor. Was ihr an Hamburg fehlt? Eine so lebendige Hiphop-Tanzszene wie die ihrer Geburtsstadt Hannover - dort war sie früher als Profi aktiv.