Neben den offiziellen Partnerkinos nehmen auch acht weitere Spielstätten am Filmfest Hamburg teil. Im Rahmen des „Filmfest ums Eck“ erwarten die Zeise Kinos in Ottensen am Donnerstag „Den Ehrengast“.

1869 wurden die Halle von Theodor Zeise gebaut, in welcher sich heute unter anderem eines der charmantesten Kinos von Hamburg befindet. Wo früher Schiffsschrauben gebaut und die „Zeise-Schraube“ erfunden wurde, finden heute 523 Zuschauer in drei Kinosälen Platz. Nicht nur Filme können hier geschaut werden, auch Lesungen, Poetry-, Singer- und Shortfilm-Slams finden in den Zeise Kinos statt.

Etwa 150.000 Besucher pro Jahr können in den Zeise Kinos zwischen 200 verschiedenen Filmen wählen. Veranstaltungen sind es pro Jahr ebenfalls 200 – dazu lädt das Zeise Kino auch gerne Regisseur*innen und Schauspieler*innen ein: 2019 waren unter anderem Tom Schilling, Lars Eidinger und Fatih Akin zu Gast.

„2019 freue ich mich sehr auf den Oktober, denn er bringt drei großartige Favoriten: Die hochverdienten Gewinner aus Cannes und Venedig ‚Parasite‘ und ‚Joker‘ und natürlich die wunderbare ‚Deutschstunde‘, die gerade Premiere auf dem Filmfest Hamburg feierte“, so Geschäftsführer Matthias Elwardt.

Die Zeise Kinos zeigen am Donnerstag um 20.30 Uhr den Film „Der Ehrengast“. Zu Besuch ist auch der Regisseur Atom Egoyan, der bereits 2008 beim Filmfest Hamburg dabei war und sogar den Douglas-Sirk-Preis gewann.

In „Der Ehrengast“ beschreibt Egoyan eine Vater-Tochter-Beziehung unter ganz besonderen Umständen: Tochter Veronica wird festgenommen, weil sie als Highschool-Musiklehrerin angeblich ihre Macht gegenüber einem 17-Jährigen missbraucht habe. Ihr Vater Jim versucht ihre vorzeitige Entlassung zu erwirken, jedoch ist Veronica davon überzeugt, die Strafe verdient zu haben und verwehrt jede Hilfe.

Fotos: Melanie Weimann und Antonie Schlenska

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Antonie Schlenska tänzelte sich von der Ballerina zur deutschen Hip-Hop-Meisterin. 1993 in Hannover geboren studierte sie Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in Berlin. Seit ihrer Abschlussarbeit weiß sie alles über Podcasting. In der Vermarktungsabteilung bei Gruner und Jahr analysierte sie den deutschen Zeitschriftenmarkt. Außerdem machte sie in dem Verlag Stationen im Innovation Lab, bei der „Brigitte“ und bei „Geo“. Beim Geo-Magazin gestaltete sie die Fotostrecke eines Kriegsfotografen. Privat arbeitet sie am liebsten mit einer analogen Kamera und bemalt die überbelichteten Fotos mit Acrylfarben. Zu Hause an ihrem selbstgebauten Tisch isst sie gerne Mayo mit Kroketten, Käse mit Brot oder Pesto mit Nudeln. Die Kalorien tanzt sie sowieso wieder ab. Kürzel: acs
Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew