Eines hat Hamburg reichlich: Wasser. Neben der Alster ist die Elbe wohl einer der beliebtesten Orte der Stadt. Mit dem Fahrrad, bei einem Spaziergang oder auf dem Schiff – die Elbe lässt sich auf viele Weisen erkunden.

Hier kommen sieben schöne Orte an, auf und unter dem Strom.

Elbe_7 schöne Plätze Grafik
7 schöne Plätze an der Elbe. Grafik: Paula

Haseldorfer Marsch

Zahl 1 in orangenem KreisWestlich von Hamburg liegt die Haseldorfer Marsch. Naturschutzgebiete, 16 Kilometer entlang der Elbe. Perfekt für eine Fahrradtour zwischen Elbblick und Weidelandschaften. Eine zweistündige Tour, die an der S-Bahn Wedel startet, findet ihr hier. Die Haseldorfer Marsch ist außerdem eines der größten Obstanbaugebiete Schleswig-Holsteins. Obstliebhaber aufgepasst: Im Obstgarten Haseldorf könnt ihr jederzeit bis zu 10 Kilogramm Obst pflücken – und das kostenlos.

Apfelhof an der Elbe, Apfelbaum mit Korb
Neben Äpfeln und Birnen, kann man auf dem Hof auch Pflaumen und Kirschen pflücken. Foto: Unsplash

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Das Falkensteiner Ufer

Zahl 2 in orangenem KreisDas Falkensteiner Ufer erstreckt sich vom Leuchtturm Blankenese für einige hundert Meter bis zum Leuchtturm Wittenbergen. Umgeben von schattigen Waldflächen könnt ihr hier nicht nur entspannen, sondern auch jede Menge entdecken. Zwei alte Schiffswracks liegen in der Nähe des Strandes. Bei Ebbe sind sie besonders gut zu sehen.

falkensteiner ufer_ schiffswrack
Das Binnenschiff Uwe fuhr am 19. Dezember 1975 elbaufwärts, als es von einem Frachtschiff erfasst wurde. Foto: Pixabay

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Elbstrand

Zahl 3 in orangenem KreisEin Klassiker: Der Elbstrand. Im Sommer kann es hier voll werden, doch ein Besuch lohnt sich trotzdem. Kaffee und Kuchen oder ein kühles Bier bekommt ihr in der Strandperle. An ausgewiesenen Plätzen des Strandes ist auch das Grillen erlaubt. Im Herbst oder Winter ist es hier meist ruhiger. Dann kann man entspannt den kilometerlangen Elbstrand entlang schlendern und dabei die Containerschiffe vorbeiziehen sehen. Auch die Anreise ist ein Highlight. Sie führt nicht an der Elbe entlang, sondern direkt auf ihr: mit der Hafenfähre. Den Fahrplan der Linie 62 gibt es hier.

Elbstrand bei Nacht
Der Elbstrand Hamburg liegt in Övelgönne und gehört zum Stadtteil Hamburg Othmarschen. Foto: Unsplash

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Fischmarkt

Zahl 4 in orangenem KreisSonntag 7 Uhr: Die Möwen kreischen, es riecht nach Kaffee und Fischbrötchen. Frühstück, Wocheneinkauf oder einfach nur Schlendern – der Fischmarkt in St.Pauli ist nicht nur bei Tourist*innen beliebt. Neben Fischbrötchen und anderen Lebensmitteln gibt es auf dem Markt auch jede Menge Trödel zu entdecken. Früh kommen lohnt sich, denn der Markt schließt bereits um 9:30. Zurzeit ist ein Besuch leider nicht möglich, denn der Fischmarkt ist aufgrund der Corona-Pandemie noch bis Ende Juni 2020 geschlossen. Informationen über die Wiedereröffnung findet ihr hier.

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Elbtunnel

Zahl 5 in orangenem KreisKein schöner Platz an, dafür unter der Elbe: Der Elbtunnel. Der Tunnel ist über 100 Jahre alt (Baujahr 1911) und steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Die 21 Meter unter der Elboberfläche sind jederzeit kostenlos zur betreten. Erreicht man die 426 Meter zur anderen Seite der Elbe, bietet sich von dem Aussichtspunkt Steinwerder ein toller Blick auf die Skyline des Hamburger Hafens.

Elbtunnel unter der Elbe, mit wenigen Menschen
Mit einer Gesamtsumme von fast 100 Millionen Euro wird der Tunnel seit Sommer 2019 generalüberholt. Foto: Unsplash

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Elbspaziergang

Zahl 6 in orangenem KreisFür das volle Elbprogramm lohnt sich ein Spaziergang. Am besten startet ihr in der Speicherstadt, zum Beispiel an der U-Bahn Station Meßberg. Durch die kleinen Straßen und Brücken, vorbei an den berühmten Backsteingebäuden mit ihren Türmchen und Giebeln, erreicht ihr die Hafencity. Von den Marco-Polo-Terrassen aus erstrahlt schon die Elbphilharmonie. Über den Dalmannkai kann man sich das Konzerthaus aus der Nähe anschauen und anschließend weiter Richtung Landungsbrücken spazieren. Wenn ihr euch Zeit lasst, braucht ihr für die Strecke circa eine Stunde.

Entenwerder1

Zahl 7 in orangenem KreisÜber eine alte Brücke etwas außerhalb der Stadt gelangt man zu dem schwimmenden Cafe Entenwerder1. Am Elbpark Entenwerder, den man mit dem Fahrrad von den Deichtorhallen aus erreicht, befindet sich der Geheimtipp. Auf einem Ponton direkt auf der Elbe kann man gemütlich frühstücken, Kaffeeklatsch halten oder am Abend der Sonne beim Untergehen zuschauen.

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Elbe oder doch lieber Alster? Keine Sorge, ihr müsst euch nicht entscheiden. 7 schöne Plätze an der Außenalster findet ihr hier.

Titelbild: Unsplash

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Wo Paula-Lu Wiedeking, Jahrgang 1994, aufgewachsen ist, gibt es mehr Bäume als Menschen. In ihrem kleinen Dorf am Niederrhein musste sie drei Kilometer mit dem Fahrrad fahren, um eine Bushaltestelle zu erreichen. Ihr Fahrrad begleitete sie auch auf allen weiteren Stationen: zum Mode- und Textil-Studium in die Niederlande, zum Praktikum in eine Modefirma nach Berlin und dann nach Hamburg. Dort hat sie bei Otto in der Social-Media-Abteilung und im Online-Marketing gearbeitet. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich und hat beispielsweise Geflüchtete in Deutsch unterrichtet und bei Behördengängen begleitet. Ihre große Leidenschaft: das Zeichnen und Malen mit digitalen Tools. Wenn sie dem mal nicht nachgeht, findet man sie auf Flohmärkten oder im Café mit einem Hafer-Latte. Kürzel: pal