Monika (60) aus Magdeburg macht mit ihrem Hund Urlaub in Hamburg. Foto: Robert Bauguitte

Monika (60), Touristin aus Magdeburg

Es kann nicht sein, dass die Menschen immer mehr arbeiten müssen, aber immer weniger Menschen an Reichtum teilhaben. Das ist eben Kapitalismus. Die Kritik daran hat stark zugenommen. Begonnen hat das mit den TTIP-Protesten.

In dieser Woche haben hier in Hamburg die aus meiner Sicht größten Proteste gegen den Kapitalismus stattgefunden, die es bisher in Deutschland gegeben hat. Sehr einfallsreich, was ich bisher mitbekommen habe.

Ich verurteile allerdings, wenn bestimmte autonome Gruppen aus blinder Zerstörungswut Privateigentum zerstören. Zumal sich auch viele Geschäfte mit Plakaten gegen den Gipfel ausgesprochen haben.

Allerdings muss ich auch hinzufügen, dass Gewalt vom Staat ausgeht. Und er setzt einen gewaltigen Apparat dafür ein. Das hat unterschiedliche Gründe: Zum einen wollen die üben und sich auf andere Situationen vorbereiten. Dafür brauchen sie natürlich auch die, die sich zum Spielball machen lassen. Zum anderen will die Staatsgewalt ihre Macht präsentieren und damit zeigen: Ihr seid zwar gegen den Kapitalismus, aber wir wollen ihn trotzdem aufrechterhalten.

In der Serie „Humans of G20“ zeigt FINK.HAMBURG Menschen rund um den G20-Gipfel.

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Robert Bauguitte, Jahrgang 1988, liebt den Ruhrpott, vertraut aber kulinarisch auf seine französischhugenottische Herkunft. Am liebsten kocht er „Coq au vin“ oder backt Flammkuchen. Sonst trifft man ihn oft im Fußballstadion, wo er für die Sportzeitung „Reviersport“ als freier Mitarbeiter gearbeitet hat. Er ist in Duisburg geboren, dennoch brennt Roberts Herz für den Verein Wattenscheid 09 aus Bochum. In Hamburg trifft man ihn häufig bei St.-Pauli-Spielen an, zu denen er schon während seines MeWi-Studiums sogar aus Siegen angereist ist. Neben dem Sport interessiert er sich vor allem für Kultur, die Elbphilharmonie begeistert ihn besonders.
Martin Tege, Jahrgang 1990, ist leidenschaftlicher Musiker. Während seines Studiums der Kulturwissenschaften an der Uni Lüneburg entdeckte er seine Begeisterung für den Journalismus. Nach diversen Praktika wurde der gebürtige Mecklenburger freier Journalist beim Magazin „Rolling Stone“, für das er neben News auch Konzert- und Plattenrezensionen schreibt. Wenn er nicht gerade als Gitarrist mit seiner Bigband auf Tour ist, interessiert er sich aber auch für Geschichten aus Wissenschaft, Politik und Technik – und für soziale Themen. Fußball dagegen ist ihm „mehr als egal“.
Die Stimme von Johanna Felde, Jahrgang 1993, hat schon so manches junge Paar ins Eheglück begleitet: Eine Zeitlang sang sie in einer Band, die unter anderem bei Hochzeiten auftrat. Die gebürtige Wolfsburgerin mit russlanddeutschen Wurzeln hat sich in Berlin und Schottland für Obdachlose engagiert. Neben ihrem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität in Berlin hat sie Praxiserfahrung beim ARD Text und WeltN24 gesammelt. Danach arbeitete sie bei Edition F im Bereich Native Advertising, was ihr Interesse am Verhältnis zwischen Journalismus und PR weckte. Jetzt wohnt sie zusammen mit einem Pärchen in einer 3er-WG im Schanzenviertel – und das funktioniert erstaunlich gut.