Türchen auf: In diesem Jahr erzählen Hamburger*innen im FINK.HAMBURG-Adventskalender von ihrem Leben in der Weihnachtszeit. Taxifahrer Bernd Meyn berichtet von Weihnachtsgeschenken auf Schicht und Bäumen im Taxi.

Bernd Meyn ist seit 29 Jahren Taxifahrer. Früher ist er an Heiligabend manchmal Zwölf-Stunden-Schichten gefahren. Das mochte er immer, denn es kamen hin und wieder schöne Geschichten zustande.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Dir in der Weihnachtszeit aus?

Bernd: Ich mag diese Zeit, den Winter, die Lichter. Aber für uns Taxifahrer ist die Weihnachtszeit die stressigste des Jahres. Es gibt wahnsinnig viele Weihnachtsfeiern, die ich anfahren muss, große Gruppen sind unterwegs, viele Leute, die sonst nie Taxi fahren. Und es herrscht ein riesiger Taxenmangel. Trotzdem arbeite ich gerne – auch an Heiligabend. Früher bin ich sogar Zwölf-Stunden-Schichten am 24. gefahren. Da ist Heiligabend dann für mich ausgefallen.

Was magst Du daran, an diesen besinnlichen Tagen zu arbeiten?

Es ist einfach sehr lukrativ in der Weihnachtszeit oder an Weihnachten, und es entstehen schöne Geschichten. Denn die Leute sind gut drauf, die Straßen frei, man bekommt mehr Trinkgeld, manchmal muss ich Weihnachtsbäume transportieren. Heute fahre ich aber an Heiligabend keine Schichten mehr. Seit 2005 bin ich nämlich selbstständig und kann es mir daher selbst einteilen. Ich habe zwei Töchter, mit der jüngeren verbringe ich dieses Jahr Heiligabend. Gegen 0 Uhr geht es dann aber noch mal raus für ein paar Fahrten.

Gibt es denn an Weihnachten Geschenke im Taxi?

Bernd: Vor ein paar Jahren hatte ich am zweiten Weihnachtsfeiertag kleine Weihnachtsmänner dabei. Die hab ich meinen Fahrgästen geschenkt. Da ist ein Mädchen eingestiegen, ich habe ihr einen gegeben. Und sie sagte, das sei ihr erstes Weihnachtsgeschenk. Da musste ich schlucken.

Foto: Max Nölke

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Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max

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