Wenn das 27. Filmfest Hamburg startet, laufen zehn Tage lang 144 Filme in Hamburger Kinos – darunter Nischenproduktionen aus Afrika, französische Komödien und politische Dokumentationen aus Asien. Viele Filmemacher*innen reisen persönlich an. Ein Überblick.

Hamburg rollt den roten Teppich aus: Vom 27. September bis zum 5. Oktober werden beim Filmfest Hamburg insgesamt 144 Filme aus aller Welt gezeigt. Viele von ihnen feiern dann ihre Europa-, Deutschland- oder Hamburg-Premiere. FINK.HAMBURG berichtet die nächsten zwei Wochen aus dem Kinosaal und auch abseits der Leinwand über das Festival und die Filmstadt Hamburg.

Eröffnet wird am Donnerstagabend mit der französischen Komödie „Die schönste Zeit unseres Lebens“, in der Comiczeichner Victor eine Zeitreise in das Jahr 1974 unternimmt.

Besondere Programmpunkte sind zudem der Besuch des Douglas-Sirk-Preisträgers Atom Egoyan mit seinem Film „Der Ehrengast“ und die Weltpremiere von „Das rote Coupé“. Der Produzent und Drehbuchautor Mohammad Rasoulof wurde kürzlich im Iran verurteilt, weil er das Regime kritisierte, und kann deshalb sein Land aktuell nicht verlassen.

Mit Spannung wird zudem der Film „Deutschstunde“ erwartet. Regisseur Christian Schwochow hat erstmals den Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur von Siegfried Lenz als Kinoversion adaptiert.

Programm & Tickets

Gezeigt werden überwiegend Spiel- und Dokumentarfilme, unterteilt in zwölf Sektionen. Neben den Filmvorstellungen finden Bargespräche, Preisverleihungen und Aftershow-Veranstaltungen statt.

Für die kleinen Besucher*innen gibt es das Michel Kinder- und Jugendfilmfest. Neben Filmen für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren, die live vor Ort synchronisiert werden, finden kostenlose Workshops rund um das Thema Film statt.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Tickets gibt es in allen teilnehmenden Festivalkinos, im Levantehaus in der Mönckebergstraße oder im Internet. Für die Workshops des Michel Kinder- und Jugendfilmfests ist eine Anmeldung erforderlich.

Filmfest ums Eck

Die Hauptvorstellungen laufen in den fünf Filmfestkinos Abaton, Metropolis, Passage Kino, Studio-Kino undCinemaxx Dammtor. Erstmals zeigt das Filmfest Hamburg in diesem Jahr aber auch Filme in Stadtteilkinos. „Filmfest ums Eck“ hat die Crew dieses Format benannt. Das Festival ist dann zu Gast im Zeise Kino (Altona), im Hansa Filmstudio (Bergedorf), im Blankeneser Kino, in der Astor Filmlounge in der Hafencity, im Koralle Lichtspielhaus (Volksdorf), in den Wilhelmsburger Zinnwerken sowie im Alabama Kino und Magazin Filmkunsttheater (Winterhude). Welcher Film wo läuft, seht ihr in unserer interaktiven Karte.

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Lea Zurborg, Jahrgang 1995, geht in ihrer Freizeit auf Glitzersockenjagd. Besonders gerne trägt sie die mit dem Pinguinmotiv. Im Norden fühlt sie sich wohl: In Kiel ist sie geboren, nach einem freiwilligen Jahr in der Kultur- und Wissenschaftskommunikation startete sie ihr Biochemie-Studium in Hannover. Wenn man sie nachts weckt, kann sie aus dem Stand über monoklonale Antikörper referieren. Neben dem Bachelor begann sie eine studienbegleitende Journalistenausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Beim "Ostfriesischen Kurier" und bei den "Kieler Nachrichten" lernte sie unter anderem lokale Berichterstattung sowie Online-Journalismus und setzte ein Multimediaprojekt zum Zustand der Ostsee um. Ins Labor kehrt sie vorerst nicht zurück, erforscht aber ihre neue Heimat Hamburg. Kürzel: lzu
Reiterhof, Tech-Konzern, Streetfood-Märkte – Nina Maurer , Jahrgang 1994, treibt die Neugier. Als Kind fand sie ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Reitlehrerin wurde sie aber nicht: Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Schule für Kinder mit Behinderung studierte sie Ökotrophologie in Hamburg. Ihre Begeisterung für Essen und Kommunikation vereinte sie als Werkstudentin und Volontärin in einer PR-Agentur. Für Food-Marken durchforstete sie sämtliche Blogs Deutschlands. Seit 2018 arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Tech-Konzerns NXP. Wenn sich Nina nicht gerade mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, stöbert sie in der Hamburger Gastro-Szene nach rohem Fisch und Kurzkornreis. Auch zu Hause experimentiert sie gerne: ob Sushi, Curry oder Kürbissuppe – Hauptsache viel Ingwer. Kürzel: nim
Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud

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